> 17. Januar 2019 | Presse-Mitteilung der Sozialstiftung Köpenick

     

     Jugendliche befragen Senior*innen und lernen aus ihren Erlebnissen

     

    „Erzählen Sie uns aus Ihrem Leben!“ – Ethikunterricht mal anders

     

    Berlin-Köpenick. Kurz vor Beginn der Weihnachtsferien besuchten zwei Koordinatorinnen des Ambulanten Hospizdienstes Friedrichshagen der Sozialstiftung Köpenick zwei 10. Klassen der Wilhelm-Bölsche-Schule, um die Präsentation von Lebensgeschichten mitzuerleben. Vorausgegangen war die Anfrage von Seiten der Schule, ob auch im Unterrichtsjahr 2018/19 – und damit im dritten Jahr in Folge – Schüler*innen ins Seniorenzentrum Köpenick kommen und die Bewohner*innen zu ihrer Biografie befragen können.

    Zunächst wurden Kenntnisse über Biographiearbeit, als Möglichkeit gelebtes Leben zu würdigen und durch Aufschreiben prägnanter Episoden festzuhalten, vermittelt. Die 15-/16-jährigen Jugendlichen erhielten Hilfen, um Gespräche mit Menschen, die meist mehrere Generationen älter sind als sie, erfolgreich zu führen. Damit werden die nach Rahmenplan für den Ethikunterricht in Klasse 10 durchzuführenden Themen zu Alter, Sterben und Tod praktisch vermittelbar.

    Innerhalb von zwei Monaten besuchten die Schüler*innen – überwiegend in Zweiergruppen – hochaltrige Menschen der Pflegeeinrichtung in der Werlseestraße. Die älteste Interviewpartnerin war 98 Jahre und hat die jungen Leute aufgrund ihrer guten Gesundheit und ihres Rates, die Jugend in vollen Zügen zu genießen, beeindruckt. In besonderer Weise haben die Schilderungen aus der Kriegs- bzw. Nachkriegszeit die Jugendlichen in ihren Bann gezogen. Damals waren die, die sich erinnerten und erzählten, kaum älter als die Zuhörenden. „Solche Erlebnisse sind nachhaltig und können die Haltung der jungen Leute zu wichtigen Themen aus der deut-schen Geschichte positiv beeinflussen“, so Frau Weinholz-Epp, Ethiklehrerin der Wilhelm-Bölsche-Schule.

    Für die Bewohner*innen stellen diese Besuche eine gern gesehene Abwechslung dar, denn die Neugierde wird nicht alt. Auch sie hatten ihrerseits Fragen an die „Kids“ von heute. So entstanden Gespräche über das unterschiedliche Großwerden zu anderen Zeiten. Maurice, Klasse 10c, fasste seine Eindrücke so zusammen: „Ein sehr, sehr gutes Projekt, das unbedingt weitergeführt werden soll, denn ich hab‘ eine Menge für mein eigenes Leben mitgenommen.“

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                Foto: Sozialstiftung Köpenick

                 

    Über die Sozialstiftung Köpenick:

    Die Sozialstiftung Köpenick erbringt seit der Gründung im November 1997 an aktuell drei Standorten in Berlin Dienstleistungen für Senior*innen sowie Menschen mit Behinderungen. In der Werlseestraße betreibt die Sozialstiftung Köpenick Einrichtungen der stationären Pflege, 2 Seniorenzentrum mit 390 Bewohner*innen, der teilstationären Pflege, Kurzzeitpflege mit 16 Gästeplätzen, sowie die des Ambulanten Hospizdienstes Friedrichshagen mit aktuell über 100 ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen. In den Wohnheimen Mentzelstraße und Ahornallee am Standort Spindlersfeld leben 75 Menschen mit Behinderungen. Des Weiteren ist in Spindlersfeld SpreeTakt – BFB mit einem Beschäftigungs- und Förderbereich mit 27 Plätzen für Menschen mit Behinderungen verortet. In Wendenschloß an der Dahme bietet die Sozialstiftung betreutes Seniorenwohnen für 17 Mietparteien an, das ServiceWohnen Niebergallstraße. 480 Mitarbeiter*innen realisieren die genannten Dienstleistungen. Die Sozialstiftung Köpenick wird von einem Kuratorium und einer zweiköpfigen Geschäftsführung geleitet.

    Weitere Informationen zur Sozialstiftung Köpenick finden Sie unter www.sozialstiftung-koepenick.de.

 

 

 

> 12. Januar 2019 | 14:00 - 18:00 Uhr | Jahresauftakt im Rathaus Köpenick

 

 

 

 

 

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Das Netzwerk “Leben im Kiez” ist seit 2018 ein Projekt von offensiv’91  e.V. und wird durch das Bezirksamt Treptow-Köpenick gefördert.